Der Lehrstuhl


Mitarbeiter des Lehrstuhls

Der Lehrstuhl für Medizinische Biotechnologie wurde im Juni 2010 mit dem Ruf des Lehrstuhlinhabers Prof. Dr. Dr. Oliver Friedrich von der Universität Heidelberg nach Erlangen im Department Chemie- und Bioingenieurwesen an der Technischen Fakultät der Friedrich-Alexander Universität neu eingerichtet.

Konzept

Über den Lehrstuhl soll eine enge Kooperation zwischen Biotechnologie im Ingenieurwesen sowie Naturwissenschaften und klinischen Instituten aufgebaut werden. Die Philosophie des Lehrstuhls bettet sich in das multidisziplinäre und fakultätsübergreifende Forschungs-Umfeld der FAU ein. Insbesondere Anknüpfungspunkte mit den exzellenten Projekten der optischen Verfahrenstechniken und der medizinischen Bildgebung schlagen die Brücke zwischen Medizintechnik, Biomedizin und Ingenieurwesen.

Schwerpunkte

Forschungsschwerpunkte des Lehrstuhls befassen sich mit molekularen Mechanismen von Zell- und Gewebeveränderungen und modernsten Hochleistungsmikroskopie-Anwendungen (Multiphotonen-Mikroskopie an lebenden Zellen), um Pathologien auf zellulärer Ebene zu verstehen, und um Möglichkeiten der aktiven Intervention mit breiter Anwendbarkeit zu ermöglichen. Daneben steht die Entwicklung und Optimierung messtechnischer Verfahren für die Biomedizin und Life Sciences, um beispielsweise verbesserte optische Bildgebung zu miniaturisieren, zu automatisieren und den Durchsatz zu erhöhen. Beispiele bieten sich von High Throughput Screening zum Neurotoxizitäts-Screening als Alternativ-Technologie zu Tierversuchen bis hin zu modernsten Mikroskopie-Methoden oder Multiphotonen-Endomikroskopie-Entwicklung. Hierzu ist das Institut auch in das interdisziplinäre Forschungsfeld der Erlanger Graduiertenschule für Advanced Optical Technologies (SAOT) und das neu gegründete Optical Imaging Center Erlangen (OICE) eingebettet. Neben Translation in die Klinik durch Kooperationen mit Ärzten stehen hier auch zelltechnische Validationen und Grundlagenforschung im Bereich von Biotechnik und Biophysik myofibrillärer Muskelerkrankungen (DFG-Forschergruppe FOR1228, DFG-Einzel-Projektförderung) sowie Veränderungen am Herzen im Vordergrund, für die wir auch automatisierte Testsysteme (z.B. MyoRobot, isotropic cell stretch device) inklusiver Ansteuerung selbst entwickeln. Der Lehrstuhl verfügt ferner über eine eigene Malaria-Biotechnologie-Gruppe mit speziell hierfür ausgestatteten biologischen Sicherheitslaboren, in denen Strategien zur Bekämpfung dieser weltweiten Infektionskrankheit erarbeitet werden.

Internationale Kooperationen haben sich in den letzen Jahren v.a. mit Partner-Forschungseinrichtungen in Kanada (McGill University), USA (University of Florida) und Australien (University of New South Wales, Victor Chang Cardiac Research Institute, Sydney; Royal Melbourne Institute of Technology, Melbourne) gefestigt, wofür auch ein reger Austausch von Wissenschaftlern und Doktoranden unterhalten wird.

Am Lehrstuhl werden z.Zt. mehrere thematisch unterschiedliche Arbeitsgruppen unterhalten, welche von einem oder mehreren Gruppenleitern geführt werden: Biomedizinische Muskelforschung, Optische Technologien in Anwendung und Entwicklung, Malaria-Biotechnologie, Hochdurchsatz-Screening und Robophotonik, 3D Drucken im Bereich Tissue Engineering und Mikrofluidik-Kammerdesign und Medizinische Umweltverfahrenstechnik. Innerhalb der Arbeitsgruppen arbeiten sowohl Wissenschaftler und Studenten aus den Fachrichtungen Life Science Engineering, Mechatronik, Biologie und Physik sowie Ärzte und Mediziner in Fachgruppen gemeinsam an fokussierten Problemstellungen.

Mitarbeiter

Download des Lehrstuhl Flyers (auf englisch)